Gedankenwirrwarr zum fertigen Manuskript

Ich habe 3 Jahre an dem Ding gearbeitet.
Von ein paar hingekritzelten Notizen auf einem Schreibblock, über mehrere Fassungen, bis hin zu dem Dokument, dass sich Endfassung nennt.

Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass ich mich nicht darüber freue, endlich fertig zu sein, aber das vorherrschende Gefühl ist ein anderes. Es ist so ein…Oh?

Ich hatte mich so daran gewöhnt, an einem endlos scheinenden Vorhaben zu arbeiten, dass ich es jetzt fast ein wenig vermisse. Und all die kleinen Meilensteine und Rückschläge.

Der Moment, an dem ich die Erstfassung voller Stolz in eine Schreibwerkstatt mitgebracht habe. Zu zweit an einem Tisch für zwanzig sitzen und dann kommt so der Satz: „Das ist gut, aber mach das nochmal von vorne“
Und dann das ganze wieder auseinander nehmen. Nochmal plotten. Nochmal schreiben. Und noch eine Schreibwerkstatt, Und noch eine Fassung.
Bei einer Lesung durfte ich das erste Kapitel des Romans vorlesen. Viele Leute aus dem Publikum haben mich danach angesprochen, und mir gute Rückmeldungen gegeben. Und mit dazu das Gefühl, dass das Ganze irgendwie zu klappen scheint.

Nach einer langen Überarbeitungsphase, habe ich eines Nachmittags schliesslich den letzten Satz abgesegnet.

Dies rief erstmal nach einer Schockstarre. Dem Unwissen, was ich jetzt mit meinen Händen tun soll, wenn es nichts mehr zu tippen gibt. Und dann dieses…Oh?

Mittlerweile sitzt die Geschichte bei einigen Testlesern. Und ich habe ein Gegenmittel für das Oh?-Gefühl gefunden: Ein neues Projekt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s